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Begegnung, Sport, Ernährung und Internet

Das Abtei-Gymnasium Brauweiler trifft sich mit Schulen aus Litauen, Polen und der Türkei

europa projekt internet 1Schülerinnen und Schüler aus Litauen, Polen, Brauweiler und der Türkei interviewten auf dem Wochenmarkt in Brauweiler Passanten zu ihren Essgewohnheiten. Daraus entstand eine informative und unterhaltsame Filmdokumentation, die man unter anderem am 7. Juli bei dem Präsentationstag KulTour am Abtei-Gymnasium Brauweiler sehen konnte.

Möglich werden Aktionen wie diese durch das Erasmus+ Programm der EU. Viele verbinden Erasmus mit dem Austauschprogramm der Hochschulen, das 1987 ins Leben gerufen wurde, und dessen Hauptziel es ist, Studierenden die Möglichkeit zu geben, an ausländischen Universitäten in Europa zu studieren. Die europäische Zusammenarbeit auf schulischer Ebene fand früher im Rahmen des EU-Programms Comenius statt. Im Jahr 2013 beschloss die Europäische Kommission, das Programm zu modernisieren und das Erasmus-Logo auf die Schulbildung auszudehnen. 

Das Abtei-Gymnasium führte in den letzten zwei Jahren ein Erasmus+ Projekt unter dem Titel "Keep IT, stay FIT!  IT and healthy life style in our schools" mit Schulen aus Panevezys (Litauen), Burdur (Türkei) und Piaseczno (Polen) durch. Dabei ging es um die schulische Auseinandersetzung mit Möglichkeiten und Risiken von Smartphones und Computern und deren sinnvollen Einsatz für einen gesunden Lebensstil.

Im Rahmen des Projekts fanden bei vier Begegnungen in den vier Ländern sehr unterschiedliche und spannende Aktionen statt. In Polen wurden lustige Trickfilme zum Thema Ernährung hergestellt, während in Litauen informative E-Books zum Thema ICT & health kreiert wurden. Mit viel Freude bereiteten Schüler_innen und Lehrer_innen in der Türkei traditionelle Gerichte unter dem Aspekt gesunder Ernährung zu und verzehrten diese dann gemeinsam mit gutem Appetit. Neben dem oben erwähnten Film wurde bei dem Treffen in Deutschland auch ein typisch deutsches Frühstück mit selbstgebackenen Brötchen und kräftigem Roggenbrot erstellt und genossen. 

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Bei diesen Treffen kam das Sightseeing natürlich auch nicht zu kurz. In allen vier Ländern wurde die Umgebung passend zum Thema mit Hilfe von GPS-Schatzsuchen (Geocaching) erkundet und Ausflüge im Umkreis ließen die Gäste die Schönheiten des jeweiligen Gastlandes erfahren.

Neben den unvergesslichen persönlichen Erfahrungen für alle Beteiligten bietet das Programm auch allen teilnehmenden Schulen große Vorteile: Durch denfruchtbaren Austausch über pädagogische und organisatorische Herangehensweisen bekommen die Lehrpersonen neue Impulse, die langfristig Eingang in die Unterrichtsgestaltung finden. So profitiert das Abtei-Gymnasium beispielsweise von den neuen Erkenntnissen über die Herstellung von E-Books oder Trickfilmgestaltung, während es den anderen Schulen Anregungen in den Bereichen Medienscouts, aktive Pause oder Filmbildung bieten kann.

Ausführliche Berichte über den Austausch finden sich auf der Internetseite des Abtei-Gymnasiums. Alle Ergebnisse (z. B. Filme, Fotos, Geocaching-Material) finden sich auf der Internetseite des Projekts, für die das Abtei-Gymnasium Brauweiler verantwortlich zeichnet:

http://erasmus.abteigymnasium.de

Die Erfahrungen des Abtei-Gymnasiums zeigen, dass der Vorschlag der EU-Kommission, das Budget für Erasmus+ Projekte zu verdoppeln, eine sinnvolle Verwendung von EU-Geldern, um europäisches Bewusstsein bei Heranwachsenden zu schaffen, darstellt. 

Anna Doetsch, Schülerin der Q2, schildert ihre Sicht auf das Projekt:

Während des gesamten ERASMUS-Projektes hatte ich die Möglichkeit mich mit Repräsentanten anderer Kulturen auf eine besonders intensive Art und Weise auszutauschen. Gerade mit meiner litauischen Austauschpartnerin habe ich mich viel und lange unterhalten und so einiges über die Kultur, Geschichte und Denkweise eines mir zuvor fremden Landes erfahren. 

Die vielseitigen Programmpunkte in Deutschland und Litauen haben uns zum Nachdenken angeregt und uns auch mit den Teilnehmern der anderen Länder in Kontakt gebracht. Gerade dadurch, dass ein bestimmtes Thema vorgegeben war, konnte dieser Austausch so besonders werden! Ich habe viel in diesen zwei Wochen gelernt und auch ein etwas anderes Verständnis meiner Kultur bekommen.

Auch die gastgebenden Familien haben die Teilnahme an dem Projekt sehr genossen, wie Sabine Wilke-Landmann, Mutter eines deutschen Teilnehmers, darlegt:

Durch den Schüleraustausch im Rahmen des Erasmus+-Projektes lernten wir einen sehr netten, aufgeschlossenen, vielseitig interessierten jungen Mann aus Polen kennen, der zudem ein nahezu perfektes Englisch gesprochen hat. Dadurch war eine sehr gute Kommunikation mit allen Familienmitgliedern möglich, und es hat allen Spaß gemacht mitzureden und nachzufragen. Bei der Abschlussveranstaltung am AGB hatten wir Gelegenheit, im RESI-Kino den von den Schülern und Gastschülern erstellten Film zum Thema „Gesunde Ernährung“ zu sehen, welcher in jeder Hinsicht gelungen war. So konnten wir uns auch ein Bild davon machen, wie die Schüler das Thema „Gesunde Ernährung“ an der Schule bearbeitet hatten. Unser Sohn kam aus Polen ebenfalls mit vielen neuen Eindrücken zurück. Alles in allem - war es für alle Beteiligten eine bereichernde Zeit. Nur schade, dass sie so kurz war!

Frank Keppeler, der Bürgermeister der Stadt Pulheim, zeigt sich begeistert von unserem Projekt:

„Junge Menschen, die im Ausland waren und dort bei Jugendbegegnungen mitgewirkt haben, entwickeln ein neues Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen. Man lernt auf andere Weise für sein Leben. Europa wird für die jungen Menschen bewusst erlebbar und damit wird die Idee der Europäischen Union weitergetragen. Die Begegnungen helfen den jungen Menschen, neue Freundschaften zu schließen.“

Nachdem wir dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen haben, bewirbt sich die Europagruppe am Abtei-Gymnasium für ein neues Erasmusprojekt zum Thema Nachhaltigkeit.

Daniela Epe für die Europagruppe

Tags: Europaschule

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