Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit

Das Abtei-Gymnasium Brauweiler wurde im November 2015 offiziell als „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ zertifiziert.

Die Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit" hat das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Alltag von Schulen, Kitas und ihren außerschulischen Partnern zu tragen und dort zu verankern. Die Leitfrage der Bildung für nachhaltige Entwicklung lautet dabei, wie wir verantwortlich im weltweiten Horizont und mit Rücksicht auch auf künftige Generationen leben können. Getragen wird die Kampagne vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW und vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW. Die landesweite Koordination liegt bei der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW.
 
Das Abtei-Gymnasium Brauweiler hatte sich im Sommer 2013 mit seinem „Programm Agenda21“ bei der Kampagne beworben. Das Programm zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinn ist bereits seit 2006 im Schulprofil des Abtei-Gymnasiums verankert und wird ständig erweitert. Die „Agenda21" ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Auf der „Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen" (UNCED) haben sich im Jahr 1992 179 Staaten dazu verpflichtet, den umfangreichen Problemen des 21. Jahrhunderts, wie z. B. der wachsenden Armut, der Zunahme von Krankheiten, dem Analphabetentum, dem Klimawandel und der Umweltzerstörung, entgegenzuwirken. Die „Agenda21" wird heutzutage auf globaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene praktiziert.
 
Kern des Programms am Abtei-Gymnasium ist das im Jahr 2007 ins Leben gerufene Wahlpflichtfach Erdkunde-Politik-Geschichte („EPG“) in den Jahrgangsstufen 8 und 9. Oberthema unter dem Leitfach Erdkunde ist hier die "Agenda21 – Bildung für Nachhaltigkeit". Seit der Zertifizierung des Abtei-Gymnasiums wird das „Programm Agenda21“ unter dem Titel „Schule der Zukunft“ weitergeführt.

Mit der Zertifizierung „Schule der Zukunft“ hat das Abtei-Gymnasium gleichzeitig die Zertifizierung der zweiten Stufe „Netzwerk der Zukunft“ erhalten. Grundlage hierfür ist die langjährige Kooperation der Schule mit dem externen Partner „Netzwerk e.V. Soziale Dienste und Ökologische Bildung - Natur & Kultur“, welches ebenfalls als „Netzwerk der Zukunft“ zertifiziert wurde. Im Rahmen dieser von der „Galeria Kaufhof“ unterstützten Kooperation werden jedes Schuljahr Unterrichtsmodule inklusive Exkursionen und Vorträgen externer Experten entwickelt und durchgeführt. Diese Module sind in den schulinternes Curriculum Differenzierungsbereich Ek/Pk/Ge eingearbeitet und stehen allen im Wahlpflichtbereich unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen für die Vorbereitung des Unterrichts für die nachfolgenden Jahrgänge zur Verfügung. In der Jahrgangsstufe 8  findet im Wahlpflichtfach „EPG“ obligatorisch ein Berufserkundungstag zum weiten Themenfeld der „grünen Berufe“ in Kooperation mit dem Wissenschaftsladen Bonn statt.

 
Neben dem Kursangebot wurden in den vergangenen Jahren zudem diverse weitere Projekte und AGs ins Leben gerufen, die die „Schule der Zukunft“ stärken und vielfältig gestalten: Ein Schwerpunkt ist hier die EineWelt-Gruppe, in der sich Schülerinnen und Schüler auf freiwilliger Basis für andere Menschen einsetzen. In jedem Halbjahr wird hierzu ein Projekt geplant und mehrmals im Monat werden in den Pausen fair gehandelte Produkte verkauft. Endgültig ins Bewusstsein der gesamten Schulgemeinde gerückt ist die EineWelt-Gruppe spätestens seit den Festivitäten zum 40jährigen Bestehen des Abtei-Gymnasiums im Juli 2014, welche geprägt waren von zahlreichen Aktivitäten der Gruppe.
 
Am Kursangebot, den Projekten und AGs der „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ nehmen an unserer Schule jährlich mehr als 300 Schülerinnen und Schüler teil.

Björn Schray
(Koordination Programm „Schule der Zukunft")

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Projekte Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit

Neben dem Kursangebot zur Bildung für nachhaltige Entwicklung wurden in den vergangenen Jahren diverse weitere Projekte und AGs ins Leben gerufen, die das im Schulprofil verankerte Programm Agenda 21 stärken und vielfältig gestalten:

EineWelt-Gruppe

In der EineWeltGruppe geht es darum, sich für andere Menschen einzusetzen und in einer Gruppe zu überlegen, wie dies getan werden kann. In jedem Halbjahr wird ein Projekt geplant, z.B. ein Weihnachtsbasar oder eine kleine Kirmes. Zudem wurde mit recyceltem Material ein „EineWelt-Büdchen“ gebaut, an dem mehrmals im Monat in den Pausen fair gehandelte Produkte (wie Schokoriegel, Smoothies etc.) verkauft werden. Endgültig ins Bewusstsein der gesamten Schulgemeinde gerückt ist die EineWelt-Gruppe spätestens seit den Festivitäten zum 40jährigen Bestehen des Abtei-Gymnasiums im Juli 2014, welche geprägt waren von zahlreichen Aktivitäten der Gruppe.

Bienen-AG

Hier werden von den Schülerinnen und Schülern, einer Biologielehrerin, einem Biologielehrer und dem „Imkervater“ aus der Elternschaft vier Bienenstöcke unterhalten. Der erzeugte Honig wird in der Schulgemeinde verkauft.

Patenschaft Pulheimer Bach

Seit einigen Jahren finden im Fach Biologie Exkursionen für Untersuchungen an einem Abschnitt des Pulheimer Bachs statt. Zum Einsatz kommt dabei oft der hinzugebuchte Umweltbus LUMBRICUS der Natur- und Umweltschutz-Akademie Nordrhein-Westfalen (NUA) - ein rollendes Klassenzimmer und gleichzeitig eine mobile Umweltstation. Vor zwei Jahren hat das Abtei-Gymnasium sogar eine Patenschaft für einen Abschnitt des Pulheimer Bachs übernommen.

Tag der Artenvielfalt

Das Kartierungsprojekt Tag der Artenvielfalt wird an unserer Schule regelmäßig Anfang Juni mit den Jahrgangsstufen 5 und 7 durchgeführt. Diese Aktion wird von der Zeitschrift GEO ausgerufen und regt dazu an, die Artenvielfalt in der näheren Umgebung zu erkunden.

Soziales Engagement - Medienscouts

Das Abtei-Gymnasium ist seit 2013 beim Projekt „Medienscouts NRW“ der Landesanstalt für Medien NRW dabei. Vier ausgewählte SchülerInnen der damaligen Jahrgangsstufe 8 mit überdurchschnittlichen sozialen Kompetenzen wurden gemeinsam mit zwei Betreuenden dazu ausgebildet, Projekte zur Medienerziehung an der Schule durchzuführen und zu entwickeln. Ziel ist es im Sinne der sogenannten Peer-Education, jüngeren SchülerInnen den verantwortungsvollen und realitätsnahen Umgang mit den modernen Medien nahezubringen. Hierbei spielt die Vorbildfunktion der älteren Schüler eine entscheidende Rolle für die Akzeptanz, insbesondere hinsichtlich der sozialen Netzwerke im Internet.

Soziales Engagement - Streitschlichtung

SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10 werden im Laufe eines Schuljahres in Seminarform an der Schule zu Mediatoren ausgebildet. Mit Beginn der Jahrgangsstufe 11 sind sie befähigt, nach dem „Bensberger Modell“ jüngere SchülerInnen bei der Beilegung von alltäglichen Konflikten aktiv zu unterstützen. Außerdem helfen sie bei der Ausbildung der  nachfolgenden Generation der Mediatoren durch Austausch und ihre Vorbildfunktion. Um den notwendigen persönlichen Kontakt zu den jüngeren SchülerInnen herzustellen, nehmen die Schülermediatoren an sozialpädagogischen Projekten in der Erprobungsstufe teil.

Gruppe Lebensraum Schule

Die Gruppe Lebensraum Schule wurde im Mai 2014 gegründet und hat sich das Ziel gesetzt, den Lebensraum Schule nachhaltig zu gestalten. Es soll eine angenehme Atmosphäre für Lernende und Lehrende gleichermaßen schaffen. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Sauberkeit und die Gestaltung der Klassenräume, in denen ein Hauptteil des Schullebens stattfindet. Ein erster Schritt ist mit der Gestaltung des Foyers getan, das schon in neuen Farben erstrahlt. Mit Hilfe der SV und vielen Schülerinnen und Schülern sind in den nächsten Jahren noch viele Projekte geplant, mit dem Ziel, dass sich alle Schüler und Schülerinnen an ihrer Schule wohlfühlen und sich mit dieser identifizieren und nach ihrem Abitur vielleicht sagen: "Hier bin ich gerne zur Schule gegangen".

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Kooperationspartner „Schule der Zukunft“

Natur & Kultur - Institut für ökologische Forschung und Bildung

LogoNaturKulturDie Kooperation zwischen Natur & Kultur, der GALERIA Kaufhof GmbH und dem Abtei-Gymnasium orientiert sich am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21. Grundlage der Kooperation ist der zu Beginn des Schuljahres 1999/2000 geschlossene Kooperationsvertrag, in dem Aufgaben und Ziele der Partner festgelegt sind. Das Abtei-Gymnasium Brauweiler fühlt sich einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung verpflichtet und hat dieses Bildungsziel zur Umsetzung der Agenda 21 als festen Bestandteil in das Schulprogramm aufgenommen.

Natur & Kultur – Institut für Ökologische Forschung und Bildung steht für die Entwicklung und praxisorientierte Erprobung innovativer Konzepte im Rahmen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Ökologische, ökonomische und soziale Inhalte werden dabei als gleichwertig betrachtet und in einem ganzheitlichen Bildungsansatz vermittelt. Angesprochen sind Kinder, Schüler/-innen und Multiplikator/-innen aus dem pädagogischen, kommunalen und öffentlichen Bereich sowie der Wirtschaft.In diesem Arbeitsfeld finden regelmäßige Kooperationen mit den außerschulischen Partnern Natur & Kultur und der GALERIA Kaufhof GmbH statt. Begleitet von Natur & Kultur arbeiten die Kooperationspartner in jedem Jahr zu einem Schwerpunktthema der Agenda 21 zusammen, das in einer abschließenden Dokumentation präsentiert wird.

ERNAMit unserem Partner Natur & Kultur wird es zudem im Jahr 2016/2017 eine Zusammenarbeit im Form eines Projektes zur nachhaltigen Ernährung geben.

Näheres entnehmen Sie bitte dem Flyer.

GALERIA Kaufhof GmbH

Stand_alone_4C_mit_FarbverlDie Kooperation zwischen der GALERIA Kaufhof GmbH, dem Abtei-Gymnasium Brauweiler und Natur & Kultur orientiert sich am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21. Grundlage der Kooperation ist der zu Beginn des Schuljahres 1999/2000 geschlossene Kooperationsvertrag, in dem Aufgaben und Ziele der Partner festgelegt sind. Das Abtei-Gymnasium Brauweiler fühlt sich einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung verpflichtet und hat dieses Bildungsziel zur Umsetzung der Agenda 21 als festen Bestandteil in das Schulprogramm aufgenommen.

Für die GALERIA Kaufhof GmbH gehört betrieblicher Umweltschutz seit vielen Jahren zum integralen Bestandteil bei Entscheidungen von Unternehmensleitung und Betriebsstätten. Dazu gehört der verantwortliche Umgang mit Abfällen, umweltfreundliche Verpackungen oder die Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Sortimentsgestaltung.

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