Pädagogik

Willkommen im Bereich der Fachschaft Pädagogik!

Was macht man denn eigentlich in Päda?

So lautet häufig die Frage, wenn es am Ende der Sekundarstufe I um die Kurswahlen für die Oberstufe geht. Näheres zu den Themen findet sich im schulinternen Curriculum. Hier nur soviel: Es geht um Erziehung: die, die man selbst erfährt und erfahren hat, die, die man für richtig und sinnvoll hält, die, über die in der Öffentlichkeit diskutiert wird, die, die einmal selbstverständliche Gültigkeit beanspruchte. 

Dabei muss die Reflexion über die Erziehungswirklichkeit praxisbezogen und wissenschaftsorientiert sein – d. h. wir berücksichtigen Erfahrungen, die ja jeder Mensch in diesem Bereich hat, und wir greifen auf wissenschaftliche Erkenntnisse auch aus der Psychologie und den Sozialwissenschaften zurück. Rezepte allerdings bekommt man in ‚Päda’ nicht. Aber schon oft haben wir die Rückmeldung von Abiturienten und Ehemaligen bekommen: ,Päda’ war ein Fach, das mit mir und meinem Leben zu tun hatte. 

Unterrichtet wird das Fach am AGB von Frau Helling, Herrn Hoffmann, Frau Mersmann und Frau Pick. Es wird seit Bestehen unserer Schule in der Oberstufe angeboten, seit der Verkürzung der Schulzeit in Klasse 10 als Einführungskurs, ab Klasse 11 ist es als Leistungskurs und als Grundkurs wählbar. Ungefähr die Hälfte eines Jahrgangs entscheidet sich für Erziehungswissenschaft (so heißt unser Fach nämlich ganz offiziell) und viele Schüler/innen wählen es als Abiturfach.

Voraussichtlich gibt es vom nächsten Schuljahr an auch einen Projektkurs in Pädagogik. 

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Besuch in der Japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf (JISD)

Schule_Japan2Die Schüler und Schülerinnen zweier Pädagogikkurse der Jahrgangsstufe 10 sind im Rahmen der Themenreihe „Erziehung in Japan“ am 02. bzw. 09.03.2011 von der Japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf (JISD) zu einer interkulturellen Begegnung eingeladen worden. Der Besuch schloss nicht nur eine Schulführung durch die Japanische Internationale Schule in Düsseldorf (JISD) sowie Hospitationen in mehreren Klassen (u.a. im Englisch-, Deutsch-, Japanisch- und Rechenunterricht) mit ein, sondern sah im Anschluss daran auch eine Fragestunde mit der japanischen Schulleitung vor, die sich gerne bereit erklärt hat, die Fragen der Schüler und Schülerinnen mit Hilfe eines Dolmetschers zu beantworten.

Angesichts der Natur- und nuklearen Katastrophen, die sich momentan in Japan abspielen, möchten alle TeilnehmerInnen der interkulturellen Begegnung ihr tiefes Mitgefühl insbesondere für das Personal der JISD und ihrer Angehörigen sowie für die Schüler und Schülerinnen der JISD und ihrer Familien ausdrücken.

Entsprechend dem deutschen Auslandsschulwesen, verfügt auch Japan über japanische Schulen im Ausland, die es japanischen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, der in Japan gültigen Schulpflicht auch fernab ihrer Heimat Japan nachzukommen, indem sie Unterricht gemäß dem japanischen Curriculum erhalten und japanische bzw. internationale Schulabschlüsse erwerben. So können sie sich jederzeit wieder nahtlos ins Schul- und Universitätssystem in Japan einfinden.

Dank der günstigen Entwicklung der deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehung wuchs die Bevölkerung der japanischen Gemeinde in Düsseldorf derart, dass 1971 die Japanische Internationale Schule in Düsseldorf (JISD) als private japanische Ganztagsschule der Klassen 1-9 eingerichtet wurde, um dem Wunsch der inzwischen drittgrößten japanischen Gemeinschaft in Europa nach einer japanischen Schulbildung vor Ort gerecht zu werden. Heute ist die Japanische Internationale Schule in Düsseldorf (JISD) trotz stetig sinkender SchülerInnenzahlen die größte japanische Schule im europäischen und nordamerikanischen Ausland.

Schule_Japan1Dank des Besuchs in der Japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf (JISD) hatten die Pädagogikkurse somit die einmalige Gelegenheit, die Erziehungswirklichkeit an einer japanischen Grund- und Mittelschule nicht nur unmittelbar und ganzheitlich während der Schulführung, der Hospitationen und der Diskussion mit der Schulleitung wahrzunehmen und mitzuerleben, sondern auch ihre Fragen, Eindrücke und Vermutungen über Erziehung und Bildung in Japan mit dem Schulleiter und dem Verantwortlichen für die deutsch-japanische Verständigung zu klären. Die Schülerinnen und Schüler konnten so ihre in der Unterrichtsreihe bereits gewonnenen Kenntnisse und Eindrücke bezüglich der japanischen Erziehung und Bildung in dieser direkten interkulturellen Begegnung überprüfen, erweitern und ggf. revidieren sowie unmittelbare Erfahrungen von Selbstwirksamkeit sowie interkultureller kommunikativer und Handlungskompetenz erwerben.

Alle TeilnehmerInnen der interkulturellen Begegnung bedanken sich herzlich für die an der JISD erfahrene Gastfreundlichkeit und Offenheit sowie das uns entgegengebrachte Interesse.

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